Marcel Sirieix

8. Februar 1922, Paris – 10. September 1943
Marcel Sirieix

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Marcel Sirieix, September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3761

Im Jahr 1943 kommt der 21-jährige Marcel Sirieix als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Bis Mitte Juli arbeitet er bei den Siemenswerken in Berlin. Dann erscheint er nicht mehr zur Arbeit.
Nach einem Luftangriff in der Nacht vom 23. auf den 24. August 1943 wird das Haus in der Landshuterstr. 8 in Berlin-Schöneberg schwer beschädigt. Die Bewohner und Bewohnerinnen bringen einen Teil ihrer Sachen in den Luftschutzkeller. Gemeinsam mit Jean Marais und Jacques Caillaud, ebenfalls französische Zwangsarbeiter, entwendet Sirieix am 1. September fünf Koffer. Am nächsten Tag werden sie von einer Polizeistreife am Bahnhof Alexanderplatz verhaftet.
Das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt die drei jungen Franzosen am 9. September 1943 wegen „Plünderns“ zum Tode.
Einen Tag später, am 10. September 1943, werden Marcel Sirieix, André Marais und Jacques Caillaud während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marcel Sirieix

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3820

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Marcel Sirieix, 14. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3761/1

Sterbeurkunde von Marcel Sirieix vom 16. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. bis 10. Septem­ber 1943, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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