Robert Siwon
Er nimmt am Ersten Weltkrieg teil und ist danach für kurze Zeit im Grenzzschutz eingesetzt, lässt sich aber bald zur Schutzpolizei versetzen. Als ihm 1923 verschie­dene Vergehen im Amt vorgeworfen werden, flieht er nach Polen und erwirbt die polnische Staatsangehörig­keit. In Polen arbeitet er als Grubenangestellter.
Robert Siwon wird vorgeworfen, nach seiner Flucht nach Polen für den polnischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Er soll Agentinnen und Agenten in Deutschland an­geworben und Nachrichten zwischen diesen und dem polnischen Nachrichtendienst übermittelt haben.
Der 5. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Robert Siwon am 3. November 1942 wegen „fortgesetzten Ver­rats militärischer Geheimnisse” zum Tode. Er wird am 19. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Robert Siwon
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Robert Siwon vom 3. November 1942
Bundesarchiv R 3017/14829
Sterbeurkunde von Robert Siwon vom 20. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























