Robert Siwon

8. Dezember 1887, Lekartow/Kreis Ratibor (Lekartów/Racibórz) – 19. März 1943
Robert Siwon wird als Sohn eines deutschen Bauern in Lekartow geboren. Er erlernt nach der Volks­schule das Schlosser­handwerk und arbeitet in verschie­denen Be­trieben. Von 1907 bis 1909 leistet er seinen Dienst im deutschen Heer und wird anschlie­ßend zum Waffen­meister ausgebildet.
Er nimmt am Ersten Weltkrieg teil und ist danach für kurze Zeit im Grenz­zschutz eingesetzt, lässt sich aber bald zur Schutz­polizei versetzen. Als ihm 1923 verschie­dene Vergehen im Amt vorgeworfen wer­den, flieht er nach Polen und erwirbt die polnische Staats­angehörig­keit. In Polen arbeitet er als Gru­benangestellter.
Robert Siwon wird vorgeworfen, nach seiner Flucht nach Polen für den polnischen Geheim­dienst tätig gewesen zu sein. Er soll Agentinnen und Agenten in Deutschland an­geworben und Nachrichten zwi­schen diesen und dem polnischen Nach­richten­dienst übermittelt haben.
Der 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt Robert Siwon am 3. November 1942 wegen „fortgeset­zten Ver­rats militärischer Geheim­nisse” zum Tode. Er wird am 19. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Robert Siwon

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Robert Siwon vom 3. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14829

Sterbeurkunde von Robert Siwon vom 20. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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