Josef Škalda

15. August 1894, Klein Petrowitz/Prag (Malé Petrovice/Praha) – 23. Januar 1942
Josef Škalda

Porträt von Josef Škalda

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Der gelernte Schneider Josef Škalda geht noch vor Aus­bruch des Ersten Weltkriegs nach Frankreich und tritt Ende Juli 1914 in die französische Fremdenlegion ein. Er dient in Nordafrika und nimmt an Kämpfen in Algerien und Marokko teil, später wird er in die neu gegründeten Tschechoslowakischen Legionen in Frankreich versetzt. Nach Gründung der Tschecho­slowakei tritt er 1921 in den Polizeidienst ein.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstands­bewegung an und verteilt unter anderem Flugblätter mit der Rundfunkrede des früheren Präsidenten Edvard Beneš vom 19. März 1939.
Er ist Mitbegründer der seit März 1939 existierenden Zeitschrift „V Boj” („In den Kampf”), die nach kurzer Zeit die bedeutendste ille­gale Zeitschrift des nichtkommu­nistischen Widerstands im „Protektorat Böhmen und Mähren” ist und auch enge Kontakte hält zur geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation).
Im Herbst 1939 wird die Gruppe um Josef Škalda durch die Ge­stapo zerschlagen und er am 10. November 1939 festgenommen. „V Boj” besteht noch bis 1941 und wird bis September 1940 von Irena Bernášková herausgege­ben, die schon unter Josef Škalda mitgearbeitet hat.
Am 12. September 1941 verurteilt der „Volksgerichtshof” Josef Škalda wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Er wird am 23. Januar 1942 in Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Škalda

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Titelseite der Zeitschrift „V Boj” aus dem Jahr 1940

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Haftbefehl gegen Josef Škalda vom 28. Februar 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-302-5

Brief von Josef Škalda aus der Untersuchungshaftanstalt Moabit an František Ducháček vom 2. April 1941 mit auszugsweiser Übersetzung

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-302-3

Sterbeurkunde von Josef Škalda vom 23. Januar 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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