Josef Škalda
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstandsbewegung an und verteilt unter anderem Flugblätter mit der Rundfunkrede des früheren Präsidenten Edvard Beneš vom 19. März 1939.
Er ist Mitbegründer der seit März 1939 existierenden Zeitschrift „V Boj” („In den Kampf”), die nach kurzer Zeit die bedeutendste illegale Zeitschrift des nichtkommunistischen Widerstands im „Protektorat Böhmen und Mähren” ist und auch enge Kontakte hält zur geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation).
Im Herbst 1939 wird die Gruppe um Josef Škalda durch die Gestapo zerschlagen und er am 10. November 1939 festgenommen. „V Boj” besteht noch bis 1941 und wird bis September 1940 von Irena Bernášková herausgegeben, die schon unter Josef Škalda mitgearbeitet hat.
Am 12. September 1941 verurteilt der „Volksgerichtshof” Josef Škalda wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Er wird am 23. Januar 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Škalda
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Titelseite der Zeitschrift „V Boj” aus dem Jahr 1940
Creative Commons
Haftbefehl gegen Josef Škalda vom 28. Februar 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-302-5
Brief von Josef Škalda aus der Untersuchungshaftanstalt Moabit an František Ducháček vom 2. April 1941 mit auszugsweiser Übersetzung
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-302-3
Sterbeurkunde von Josef Škalda vom 23. Januar 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















