Vasil Škrach


Vasil Škrach im T. G. Masaryk-Institut in Prag, 1935
Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik
Nach Entstehung der Tschechoslowakei wird er 1919 persönlicher Sekretär, Bibliothekar und Archivar des Philosophen und ersten Staatspräsidenten Tomáš Garrigue Masa­ryk. Er ist Co-Direktor des 1932 gegründeten T. G. Ma­saryk-Instituts in Prag, wo er mit seiner Familie lebt. Das Institut wird nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht verboten.
Im Januar 1940 erklärt sich Vasil Škrach auf Bitte von Jaroslava Částková hin bereit, Nachrichten aus dem „Protektorat” für einen nach Belgrad geflohenen britischen Auslandskorrespondenten zusammenzutragen.
In mehreren Berichten informiert er etwa über die Vorfälle an der Prager Universität im November 1939 sowie über erfolgte Festnahmen. 1939 übermittelt er politische Nachrichten außerdem auch an einen Funk­tionär der geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation).
Am 24. Juni 1940 wird er festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 9. Dezember 1942 zusammen mit Jaroslava Částková und zwei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode.
Das für Vasil Škrach gemäß § 80 Abs. 1 vorgesehene Strafmaß der lebenslangen Zuchthausstrafe könne den Strafzweck nicht erreichen, so das Urteil. Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und Vasil Škrach am 25. Mai 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Häftlingskarteikarte des Strafgefängnisses Plötzensee für Vasil Škrach
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3831
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslava Částková und andere vom 9. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-317-2
Gnadengesuch von Emilie Škrach für ihren Mann vom 19. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-317-5
Präsident Tomáš G. Masaryk mit Enkel und seinem persönlichen Sekretär Vasil Škrach auf Schloss Lány, Anfang der 1930er Jahre
Privatbesitz
Vasil Škrach mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des T. G. Masaryk-Instituts in Prag, Dezember 1935
Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik



































