Jaroslav Skryja
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich Mitte Oktober 1939 auf Initiative seines Bekannten Jan Uher, Pädagogikprofessor in Brünn, der zivilen Widerstandsgruppe Politische Zen­trale (PÚ – Politické ústředí) an, die dann mit der Militär­gruppe Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) fusioniert.
Jaroslav Skryja wird Leiter des Kreises Brünn-Land und soll Ortsgruppen im Bezirk Eibenschütz (Ivančice) auf­bauen und für diesen Zweck geeignete Personen finden. Hierzu kommt er in Kontakt mit Miroslav Machář.
Die „Intelligenz- oder Professorengruppe” wird enttarnt und Jaroslav Skryja am 13. Dezember 1939 festgenommen. Am 9. Juni 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Jan Uher und drei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode.
Die Todesurteile werden vor dem Hintergrund des Attentats auf den stellvertretenden „Reichsprotektor” Reinhard Heydrich „aus Gründen der Abschreckung” gesprochen. Dieser war am 4. Juni 1942 seinen Verletzungen erlegen. Jaroslav Skryja wird am 27. Oktober 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Skryja
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jaroš und andere vom 9. Juni 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-201-1
Bekanntmachung der Hinrichtung von Jaroslav Skryja und anderen, plakatiert Ende 1942 in Brno
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-350-24
Sterbeurkunde von Jaroslav Skryja vom 28. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


































