Jaroslav Skryja

11. März 1895, Bochdaletz (Bohdalec) – 27. Oktober 1942
Jaroslav Skryja

Porträt von Jaroslav Skryja

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Jaroslav Skryja unter­richtet Natur­wissen­schaften an der Bürger­schule in Kanitz (Dolní Kounice) und ab 1937 in Brünn (Brno), wo er mit seiner Familie lebt. Er ist Mitglied der Volks­sozialis­tischen Partei von Edvard Beneš (ČSNS) sowie der Turner­vereinigung Sokol.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich Mitte Oktober 1939 auf Initiative seines Bekannten Jan Uher, Pädagogik­professor in Brünn, der zivilen Wider­stands­grup­pe Politische Zen­trale (PÚ – Politické ústředí) an, die dann mit der Militär­gruppe Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) fusioniert.
Jaroslav Skryja wird Leiter des Kreises Brünn-Land und soll Orts­gruppen im Bezirk Eiben­schütz (Ivan­čice) auf­bauen und für diesen Zweck geeig­nete Personen finden. Hierzu kommt er in Kontakt mit Miroslav Machář.
Die „Intelligenz- oder Profes­sorengruppe” wird enttarnt und Jaroslav Skryja am 13. Dezember 1939 festgenom­men. Am 9. Juni 1942 verur­teilt der „Volksge­richtshof” ihn zusammen mit Jan Uher und drei weiteren Angeklag­ten wegen „Vor­be­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode.
Die Todes­urteile werden vor dem Hinter­grund des Atten­tats auf den stellver­tretenden „Reichs­protektor” Reinhard Heydrich „aus Gründen der Abschre­ckung” gesprochen. Dieser war am 4. Juni 1942 seinen Verlet­zungen erlegen. Jaroslav Skryja wird am 27. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Skryja

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jaroš und andere vom 9. Juni 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-201-1

Bekanntmachung der Hinrichtung von Jaroslav Skryja und anderen, plakatiert Ende 1942 in Brno

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-350-24

Sterbeurkunde von Jaroslav Skryja vom 28. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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