Eleonore Slachová

14. Oktober 1919, Teplitz-Schönau (Teplice) – 12. April 1943
Eleonore Schmied wächst in einer Arbeiter­familie im tschechisch-deutschen Grenz­gebiet auf und erlernt nach dem Schulbesuch das Schnei­der­handwerk. Ihre Eltern sind Mitglieder der Kommunis­tischen Partei der Tsche­choslowakei (KPČ), sie selbst ge­hört ab 1937 dem Deut­schen Kommunis­tischen Jugend­verband (KJDV) sowie dem Kom­munistischen Textilarbei­terverband an. Sie heiratet 1940 den Tschechen Alois Slach, er stirbt Ende 1941 an Tuberkulose.
Nach An­nexion des tschecho­slowakischen Sudetenge­biets und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Eleonore Slachová Anfang 1941 der von Otto Ficht gegründeten illegalen Orts­gruppe der KPČ in Tep­litz (Teplice) an und ist ab Mai Gebiets­leiterin. Sie orga­nisiert Spenden­samm­lungen nach Art der Roten Hilfe, be­sorgt einen Verviel­fältigungs­apparat und stellt zusam­men mit Herta Lindner mehrere Flugschriften her.
Sie wird am 9. Dezember 1941 festgenommen und am 12. November 1942 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit Otto Ficht und Emil Komann wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesver­räterischer Feindbegüns­tigung” zum Tode verurteilt. Eleonore Slachová wird am 12. April 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 3. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6

Gnadengesuch der Rechtsanwältin Dr. Irene Schmelzeisen-Servaes für Eleonore Slachová vom 23. November 1942

Bundesarchiv R 3018/478

Sterbeurkunde von Eleonore Slachová vom 13. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück