Jaroslav Sládeček

28. Oktober 1920, Prag – 16. Februar 1943
Jaroslav Sládeček wird am 28. Oktober 1920 in Prag geboren und gehört ab 1927 für zwei Jahre einem Arbeiter­sport­verein an. Zuletzt ist er als kauf­män­nischer Angestellter bei der Firma Svátek beschäftigt, welche karto­graphische Materialien herstellt.
Sládeček nimmt seit August 1939 regelmäßig an den Zusammen­künften der illegalen tschecho­slowa­kischen National­garde teil, deren Ziel die Wieder­errich­tung des tschecho­slowa­kischen Staates ist. Unter anderem wirbt er neue Mitglieder. Seit Oktober 1940 gehört er einer „zivilen Militär­organi­sation“ an und beschafft von seiner Arbeits­stelle Baupläne verschie­dener Gebäude. Darüber hinaus fertigt er für die Organisation Skizzen von Eisen­bahn­brücken, einem Flieger­leucht­turm und einer militärischen Sende­station.
Jaroslav Sládeček wird vom „Volks­gerichts­hof“ am 7. Oktober 1942 wegen „Feind­begüns­tigung und Vorbe­reitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 16. Februar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Sládeček

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Sládeček vom 26. Juni 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-6

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Sládeček vom 7. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-6

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Jaroslav Sládeček und Jan Semerád vom 16. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-276-7

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee zum Abgang des Gefangenen Jaroslav Sládeček vom 17. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-276-7

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