Ladislav Slezák

3. Oktober 1919, Langentriebe (Dlouhá Třebová) – 9. April 1943
Ladislav Slezák

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Ladislav Slezák, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-5

Der 1919 geborene Sohn eines Fabrikbe­amten ab­solviert die Handels­schule und ist danach als kaufmän­nischer Angestellter tätig. Er ist Mitglied der Volkssozia­listischen Partei von Edvard Beneš (ČSNS) sowie der Turner­vereini­gung Sokol.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets und der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht gewinnt ihn sein Kollege Josef Kovář Ende 1939 für die Mitarbeit in der illegalen Gruppe der Kom­munis­tischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) im Bezirk Wilden­­schwert (Ústí nad Orlicí).
Ab Januar 1940 stellt Ladislav Slezák monatlich etwa zwei kommu­nistische Flugblätter nach Entwürfen von Kovář sowie eines anderen Funktionärs her und ver­vielfältigt sie, unter anderem einen Aufruf zur De­monstration am 1. Mai in tausend­facher Ausfertigung.
Am 4. September 1941 wird er von der Gestapo festge­nommen. Am 26. November 1942 ver­urteilt der „Volks­gerichtshof” ihn zusammen mit Josef Kovář, Alois Blaška, Ladislav Lochman und Josef Picko wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Ladislav Slezák wird im Alter von 23 Jahren am 9. April 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 11. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 26. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-9

Telegramm mit der Anordnung der Bekanntmachung der Hinrichtung von Ladislav Slezák und anderen, 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-4

Sterbeurkunde von Ladislav Slezák vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück