Josef Smazal

16. April 1896, Reichenau an der Knieschna (Rychnov nad Kněžnou) – 24. Mai 1943
Josef Smazal wird am 16. April 1896 in Reichenau an der Knieschna gebo­ren und dient zuletzt in den tschecho­slowakischen Streit­kräften als Stabskapitän.
Er wird im Juli 1939 für die Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) angeworben. Die ON ist eine ge­heime Organisation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mit­glieder ver­suchen, unter deut­scher Besatzung ein gehei­mes Heer aufzubauen. Als Offizier zur besonderen Ver­wen­dung im Stab des Brigadegenerals František Kravák überbringt Smazal zwischen verschiedenen ON-Ange­hörigen Mel­dungen zu organisatorischen Angelegen­heiten der einzelnen Kreis­kommandos oder politische Berichte und Beobachtungen.
Josef Smazal wird festge­nommen, am 18. Januar 1943 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt und am 24. Mai 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Smazal und weitere Personen vom 18. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-205-4

Sterbeurkunde von Josef Smazal vom 25. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück