Jaroslav Šmíd


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jaroslav Šmíd
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-11
Im Juli 1939 wird der Leutnant a. D. von einem Bekann­ten im Auftrag der Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) gebeten, mit dem Kraftwagen seines Vaters in die Stadt Pilsen zu kommen. Die geheime Or­ganisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Er­richtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen.
Šmíd entwendet zusammen mit anderen Organisations­mitgliedern aus einer Kaserne mehrere tausend Schuss Gewehrmunition und fährt sie mit dem Wagen nach Zbirow, wo er sie auf dem Grundstück seines Vaters ver­gräbt. Ein anderes Mal holt er aus einer Fabrik in Chrast zwei weitere Kisten Gewehrmunition und vergräbt diese ebenfalls dort.
Jaroslav Šmíd wird am 3. April 1940 festgenommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” am 2. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Alle fünf in diesem Prozess zum Tode verurteil­ten Männer werden am 4. Mai 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Šmíd und weitere Personen vom 24. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Šmíd und weitere Angeklagte vom 2. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1
Gnadengesuch der Eltern und des Bruders von Jaroslav Šmíd vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-2
Fernschreiben an den „Reichsprotektor Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung der Todesurteile gegen Jaroslav Šmíd und weitere Personen vom 5. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-2
Sterbeurkunde von Jaroslav Šmíd vom 5. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





































































