Vojtěch Šmíd

4. Februar 1896, Sobeslau (Soběslav) – 16. Juni 1943
Vojtěch Šmíd

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Vojtěch Šmíd, 1940

Bundesarchiv R 3017/14671

Vojtěch Šmíd erlernt nach der Schule das Buchdrucker­handwerk. In Prag be­treibt er eine eigene Buch­drucker­werkstatt. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich der natio­nalen Widerstands­bewegung an. Anfang 1940 schließt er sich der Wider­standsgruppe um Artur Schwarz an, die über den Agen­ten des französischen Nach­richtendienstes Miloš Bondy senior Kontakte zur geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) verfügt und den Transfer früherer Legionäre ins Ausland organisiert. Bis Mitte Januar 1940 werden der sich formierenden Exil­armee so zwei Dutzend frühere Piloten und Offiziere zugeführt.
Vojtěch Šmíd stellt einen Stempel her, der die Fälschung slowakischer 100-Kro­nennoten er­möglicht, um den Geld­fluss während des Transports sicher­zustellen.
Nach seiner Festnahme Mitte Mai 1940 wird er schließ­lich am 21. November 1942 zusammen mit Artur Schwarz und zwölf weiteren Angeklagten vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Vojtěch Šmíd wird am 16. Juni 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vojtěch Šmíd

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3842

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde von Vojtěch Šmíd vom 17. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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