Joseph Snep
Nach dem Ersten Weltkrieg wird er aufgrund einer Am­nestie im Januar 1919 entlassen. Er arbeitet als Tanz­lehrer in Eindhoven und wird erneut für den britischen Nachrichtendienst tätig, für den er zwischen 1920 und 1934 zahlreiche Aufträge ausführt. Er über­wacht ins­besondere in den Niederlanden verdächtige Personen und zieht Erkundigungen darüber ein, ob Deutschland gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrages ver­stößt. Neue Agenten anzuwerben gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben.
Später ist er für den französischen Nachrichtendienst tätig und unternimmt bis 1938 „Ausspähfahrten” nach Deutschland. Nach 1933 informiert er verstärkt über die deutsche Rüstungsindustrie sowie über militärische Struk­turen und die Ausrüstung der Wehrmacht. Unmittel­barer Auftraggeber und Berichtsempfänger ist sein Bru­der Alois.
Joseph Snep wird am 23. September 1940 festgenommen und am 5. April 1943 vom 4. Senat des „Volksgerichts­hofs” wegen „landesverräterischer Ausspähung” zum Tode verurteilt.
Joseph Snep wird während der sogenannten Blutnächte in den frühen Morgenstunden des 8. September 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Joseph Snep
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3844
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Joseph Snep, 18. Januar 1943
Bundesarchiv R 3017/14942
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Joseph Snep, 5. April 1943
Bundesarchiv R 3017/14942
Mitteilung über die Hinrichtung von Joseph Snep, 23. Oktober 1943
Bundesarchiv R 3017/14942
Sterbeurkunde von Joseph Snep vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
























