Václav Sobota

3. November 1894, Beronitz (Běrunice) – 19. März 1943
Václav Sobota wird am 3. November 1894 in Beronitz (Běrunice) in den Sudeten geboren. Nach der Volks­schule arbeitet er zwei Jahre in der Glas­industrie und anschlie­ßend im Bergbau. 1938 gehört er der Sozial­demo­kratischen Partei der Tschecho­slowakei (SPČ) an.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets durch das Deutsche Reich und dem Verbot der Kommu­nisti­schen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) beteiligt er sich ab Januar 1941 zusammen mit Vincenz Nachtmann am Aufbau einer illegalen Orts­gruppe der KPČ in Ladowitz, deren Leitung Franz Titl über­nimmt. Václav Sobota wirbt sechs neue Mitglieder, nimmt Spenden und Mitglieds­beiträge ent­gegen, die er an Josef Reichert, dem Kreis­instruk­teur von Brüx (Most), weiterleitet. Ab Juli 1941 setzt Reichert ihn als Haupt­kassierer des Bezirks ein, zudem unter­stützt Václav Sobota ihn bei dessen Verbin­dungs­tätigkeiten.
Der „Volks­­gerichts­hof” verurteilt Václav Sobota am 26. Oktober 1942 zusammen mit Franz Titl, Josef Reichert und Vincenz Nacht­mann wegen „Vorbe­­reitung zum Hoch­­verrat” zum Tode. Alle vier Männer werden am 19. März 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Václav Sobota

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Reichert und andere vom 26. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-7

Sterbeurkunde von Václav Sobota vom 20. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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