Erich Söldner


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Erich Söldner, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-406-11
Im April 1939 gibt er seinen Wohnsitz in Prag auf und verlässt mit seiner Frau das von den Nationalsozialisten errichtete „Protektorat Böhmen und Mähren“. Im Herbst 1939 zieht er in Belgrad in ein Heim des Vereins für „slawische Emigranten“, von dem er auch finanziell unterstützt wird. In mehreren Briefen an das britische Kriegsministerium und den britischen Premierminister Winston Churchill bittet er im Sommer 1939 darum, im englischen Heer dienen zu können.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges arbeitet er in der französischen Gesandtschaft in Belgrad als Dolmetscher und ist an der Weiterleitung von über 400 tschechoslo­wakischen Emigranten nach Frankreich beteiligt. Diese werden von Belgrad über Griechenland und die Türkei nach Syrien und von dort mit dem Schiff nach Frankreich gebracht, wo sie zu einem großen Teil in die Tschecho­slowakische Exilarmee eintreten.
Erich Söldner wird im August 1940 in Belgrad festge­nommen, am 18. März 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs“ wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt und am 30. Juli 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Erich Söldner vom 18. März 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-406-11
Gnadengesuch von Erich Söldner an den Oberreichsanwalt vom 8. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-406-11
Einlasskarte zur Vollstreckung des Urteils gegen Erich Söldner vom 27. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-406-10
Sterbeurkunde von Erich Söldner vom 31. Juli 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























