Rudolf Sokele

27. April 1905, Mürau (Mírov) – 9. Mai 1944
Der Schlosser Rudolf Sokele gehört zur deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei. Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich gibt er sein Geschäft auf, kommt Anfang 1939 als „Zivil­arbeiter” nach Berlin und arbeitet bei der Siemens & Halske AG als Härter.
In der Nacht zum 23. November 1943 brennt das Wohn­haus, in dem er eine Dach­kammer bewohnt, nach einem Luft­angriff voll­ständig aus. Eine Woche später nimmt Rudolf Sokele aus dem Keller Kleidung und Wäsche von Haus­bewohnern an sich und wird von dem Bekannten, bei dem er vorüber­gehend wohnt, angezeigt.
Rudolf Sokele wird am 30. März 1940 vom Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin auf Basis der „Volks­schädlings­verord­nung” zum Tode ver­ur­teilt und am 9. Mai 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Rudolf Sokele vom 3. Mai 1944

Bundesarchiv R 3001/143507

Bescheid über die Hinrichtung von Rudolf Sokele an den Reichsjustizminister vom 10. Mai 1944

Bundesarchiv R 3001/143507

Sterbeurkunde von Rudolf Sokele vom 11. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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