Zdeněk Šolc

18. Oktober 1912, Olmütz (Olomouc) – 1. September 1943
Zdeněk Šolc ist gelernter Kaufmann und Buchhalter und Mitinhaber einer Firma in Olmütz (Olomouc). Von 1934 bis 1936 leistet er seinen Militärdienst in der Tsche­cho­slowakischen Armee, aus der er als Unter­leut­nant d. R. entlassen wird. 1936 tritt er in die Deutsche Gewerbe­partei in der Tschecho­slowakei ein, die einen Teil der deutschen Minderheit vertritt.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und Zerschlagung der Tschecho­slowakei durch das Deutsche Reich wollen er und ein Bekann­ter sich der tschechischen Exilarmee in Frankreich an­schlie­ßen. Die beiden begeben sich deshalb im März 1940 nach Groß Karlowitz (Velké Karlovice) nahe der slowa­kischen Grenze, um über die Slowakei und Ungarn nach Frank­reich zu gelangen. Das Vorhaben scheitert, weil der Erhalt von Durchlass­scheinen misslingt. Auf­grund der nun einsetzenden Fahndung taucht Zdeněk Šolc in Prag unter und wird dabei unter anderem von Anna Pollertová unterstützt, einer Prota­go­nistin des Wider­stands im „Protektorat”.
Er wird am 30. Oktober 1942 festgenommen und am 21. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” unter Roland Freisler wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Zdeněk Šolc wird 30-jährig am 1. September 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Zdeněk Šolc vom 21. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/19259

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Zdeněk Šolc vom 21. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/19259

Sterbeurkunde von Zdeněk Šolc vom 2. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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