Paul Sommer

31. Januar 1907, Lissa/Posen (Leszno/Poznań) – 20. Januar 1943
Paul Sommer wird als unehe­liches Kind einer Haus­an­gestellten geboren und wächst zunächst bei Pflege­eltern auf, die mit ihrer Dienst­herr­schaft 1913 nach Berlin ziehen. Nach dem Tod des Pflege­vaters im Ersten Welt­krieg kommt er in ein Waisen­heim. Er beginnt eine Lehre als Maschinen­schlosser, arbeitet als Kutscher und ab 1932 in Berlin als Haus­diener im Gast­gewerbe.
Ab 1939 begeht er Wohnungs­einbrüche, für die er zuletzt 1940 zu fünf Jahren Zucht­haus verur­teilt wird, die er zuletzt im Zucht­haus Sonnen­burg verbüßt. Am 20. August 1942 flüchtet er bei Außen­arbeiten, begeht einige Tage später in Berlin erneut zwei Wohnungs­einbrüche und wird gefasst und festge­nommen.
Paul Sommer wird am 23. November 1942 vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin als „gefähr­licher Gewohn­heits­ver­brecher” auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlassenen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt und am 20. Januar 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Sommer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Paul Sommer vom 21. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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