Jan Šorm

22. April 1900, Olmütz (Olomouc) – 8. September 1943
Jan Šorm wird am 22. April 1900 in Olmütz geboren und ist dort als Polizeidistrikt­inspektor beschäftigt.
Er erhält im Mai 1941 durch den ebenfalls in diesem Fall angeklagten Josef Mišák die illegale politische Flugschrift „V boj” („In den Kampf”) und gibt sie weiter. Eben­falls erklärt er sich bereit, für diesen nach­richtendienst­liche Erkundigungen einzu­holen. Zweimal sammelt er in Be­richten Anzahl, Art und Rich­tung der durch Olmütz geleiteten deutschen Truppen­transporte, fertigt eine Skizze des Flug­platzes in Neuretein an und versucht, die Lage des unterirdischen Flughafens zu erkunden.
Jan Šorm wird am 6. Mai 1942 fest­genommen, vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 29. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Šorm und weitere Personen vom 4. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Šorm und weitere Angeklagte vom 29. Juni 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Jan Šorm und weitere Verurteilte vom 7. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313

Sterbeurkunde von Jan Šorm vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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