Alfred Sosnowski

12. Oktober 1901, Berlin – 18. August 1944
Alfred Sosnowski wächst in einer Berliner Arbeiter­familie auf und kommt als Jugend­licher in Fürsorge­erziehung, weil die Mutter arbeitet und der Vater an der Front ist. Nach der Volks­schule arbeitet er in der Land­wirtschaft und zuletzt in einer Druckerei als Packer. Wegen Eigentums­delikten wird er zu mehreren kurzen Haft­strafen verurteilt.
Am 8. Juni 1944 wird er vom Amtsgericht Berlin wegen zweifachen Dieb­stahls zu drei Monaten Gefäng­nis verurteilt, weil er aus einem bomben­geschädigten Haus eine Nähma­schine sowie Papp- und Holz­tafeln zur Beseitigung von Flieger­schäden an sich genommen hatte.
Wegen vier im Frühjahr 1944 begangenen Keller­einbrüche, die Alfred Sosnowski zudem zur Last gelegt werden, wird der Familien­vater schließlich am 1. August 1943 vom Sonder­gericht IV bei dem Land­gericht Berlin auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” zum Tode verur­teilt und am 18. August 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alfred Sosnowski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Alfred Sosnowski vom 21. August 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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