Jaroslav Souček


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jaroslav Souček
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-5
Der Oberstleutnant a. D. wird im Mai 1939 für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) ange­worben. Die geheime Organisation tschechoslowa­kischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Pro­tektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen.
Als Kommandeur für ein in der Stadt Pilsen aufgestelltes Regiment steht Souček über seinen Adjutanten ständig mit seinen Vorgesetzten in Kontakt und wirbt in meh­reren Orten andere ehemalige Offiziere als Bataillons­kommandeure an. Darüber hinaus führt er geheime Sonderauf­träge der Organisation aus und sammelt Berichte über die Stärke der deutschen Wehrmacht in Pilsen sowie deren Truppenbewegungen und -trans­porte.
Jaroslav Souček wird am 14. Februar 1940 festgenom­men und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” am 2. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Alle fünf in diesem Prozess zum Tode verurteilten Männer werden am 4. Mai 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Souček und weitere Personen vom 24. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Souček und andere Ange­klagte vom 2. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1
Fernschreiben an den „Reichsprotektor Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung der Todesurteile gegen Jaroslav Souček und weiterer Männer, 5. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-2
Sterbeurkunde von Jaroslav Souček vom 5. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































































