Marie Spata

3. Juni 1883, Nimschütz – 9. Juni 1944
Marie Spata

Marie Spata, 1943

Bundesarchiv R 3017/34568

Marie Spata, geborene Schurak, wächst als eines von acht Kindern in einer Arbeiterfamilie auf und ist nach dem Besuch der Volks­schule zunächst in der Land­wirtschaft tätig. Nachdem ihr erster Mann im Ersten Weltkrieg gefallen ist, heiratet sie 1923 ein zweites Mal. Aus der Ehe gehen sechs Kinder hervor, von denen jedoch keines das Er­wachsenen­alter erreicht.
Spata steht der KPD nahe. 1939 wird wegen „staats­feindlicher Äußerungen” gegen sie ermittelt, aber keine Anklage erhoben.
Nachbarinnen und Nachbarn in einer Schrebergarten­siedlung denunzieren Spata 1943 bei der Gestapo, da sie sich wiederholt negativ über das NS-Regime und den Krieg geäußert haben soll. Auch wird sie verdächtigt, „Feindsender” gehört zu haben.
Marie Spata wird am 19. Oktober 1943 festgenommen und am 18. April 1944 vom „Volksgerichtshof” wegen „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Sie wird am 9. Juni 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Marie Spata, 11. Februar 1944

Bundesarchiv R 3017/34568

Abschrift des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Marie Spata, 28. April 1944

Bundesarchiv R 3017/34568

Vollstreckung des Urteils gegen Marie Spata, 9. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/34568

Sterbeurkunde von Marie Spata vom 10. Juni 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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