Franz Sperr
Mit der Aufhebung der deutschen Länder verliert Franz Sperr Ende 1934 sein Amt als Bayerischer Gesandter und geht einer privatwirtschaftlichen Tätigkeit nach.
In den folgenden Jahren sammelt er einen Kreis von Gleichgesinnten um sich, die in Bayern die Ablösung der Nationalsozialisten anstreben. Im Winter 1942 kommt Sperr durch die Vermittlung der Jesuitenpatres Alfred Delp und Augustin Rösch mit dem Kreisauer Kreis in Verbindung und lernt Helmuth James Graf von Moltke kennen. Im Juni 1944 trifft Sperr auch mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg zusammen.
Obwohl er ein Attentat ablehnt, wird Franz Sperr nach dem gescheiterten Umsturzversuch des 20. Juli 1944 am 28. Juli festgenommen. Wegen der Nichtanzeige der Attentatsplanungen sowie der Verbindungen zum Kreis um Moltke wird er am 11. Januar 1945 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 23. Januar 1945 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Helmuth James Graf von Moltke, Eugen Gerstenmaier, Franz Sperr, Franz Reisert, Josef Ernst Fürst Fugger von Glött und Alfred Delp, 11. Januar 1945
Privatbesitz
Franz Sperr vor dem „Volksgerichtshof”, 10. Januar 1945
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

























