Karl Spiegel

15. September 1894, Reichthal/Namslau (Rychtal/Namysłów) – 19. November 1941
Karl Spiegel wird als Sohn eines Fleischermeisters im schlesischen Reichthal geboren. Nach dem Besuch der Volksschule macht er in den Jahren 1908 bis 1911 eine Ausbildung zum Kaufmann. Er nimmt am Ersten Welt­krieg teil und heiratet kurz nach seiner Rückkehr 1919 Gertrud Mohry. Mit ihr betreibt er bis 1938 ein Galan­terie- und später ein Manufakturwarengeschäft. Danach verkauft er als Hausierer Kurzwaren.
Im Jahr 1935 wird Karl Spiegel von einem Grenzbeamten für den polnischen Nachrichtendienst angeworben. Er erklärt sich bereit, auf seinen regelmäßigen Reisen nach Deutschland Informationen vor allem über militärische Vorgänge im Deutschen Reich zu sammeln.
Er wird im März 1940 festgenommen und am 13. August 1941 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Lan­desverrats” zum Tode verurteilt. Seine ebenfalls ange­klagte Ehefrau wird wegen „Beihilfe zum Unternehmen des Landesverrats” zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt.
Karl Spiegel wird am 19. November 1941 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Spiegel

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Spiegel und andere vom 9. April 1941

Bundesarchiv R 3017/15028

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Spiegel und andere vom 13. August 1941

Bundesarchiv R 3017/15028

Sterbeurkunde von Karl Spiegel vom 19. November 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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