Josef Srstka
Nach der Besetzung seines Landes durch die Wehrmacht schließt er sich im November 1939 der im Entstehen be­griffenen geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) an, die mehrheitlich aus vormaligen Offizieren besteht. Zeitweise ist Josef Srstka als organisatorischer Chef des Büros des Hauptstabs der Untergrundarmee im Gespräch. Ab Frühjahr 1941 vertritt er die Militärgruppe in der Dachorganisation ÚVOD (Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat) und ist fortan als Schatzmeister für die Organisation der finanziellen Unterstützung von Angehörigen von Widerstandskämp­fern, Opfern des NS-Terrors sowie in alliierten Truppen kämpfende tschechische Soldaten zuständig.
Am 19. Dezember 1941 wird Josef Srstka festgenommen. Am 10. März 1943 verurteilt der 5. Senat des „Volksgerichtshofs” ihn zusammen mit drei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode. Sie alle werden am 1. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Srstka, Gustav Svoboda, Alois Machačík und Václav Adam vom 10. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-1
Anordnung zur Vollstreckung des Todesurteils gegen Josef Srstka und andere vom 31. Mai 1943
Bundesarchiv R 3017/15060
Vollstreckungsbericht des Todesurteils gegen Josef Srstka und andere vom 3. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/15060
Sterbeurkunde von Josef Srstka vom 2. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




























