Gerhard Staehely

18. Dezember 1916, Waldenburg (Wałbrzych) – 28. April 1943
Gerhard Staehely

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Gerhard Staehely, 1941

Bundesarchiv R 3018/2983

Nach dem Besuch der Oberrealschule beginnt Gerhard Staehely eine Schlosser­lehre und arbeitet anschließend als Geselle in seiner Lehrfirma. Während seiner Aus­bildung tritt Staehely, der in seiner Jugend zunächst der Bündischen Jugend angehört hat, der national­sozialis­tischen Betriebs­zellenorga­nisation (NSBO) bei. Ende 1933 bewirbt er sich um Aufnahme in die SS, wird jedoch aus gesund­heitlichen Gründen abgelehnt.
Gerhard Staehely leistet zwischen April und Oktober 1937 Reichs­arbeitsdienst. Da er anschließend seinen früheren Arbeitsplatz in den Junkers-Flugzeug­werken nicht wieder zugewiesen bekommt, entschließt er sich, nach Spanien zu gehen und dort auf republi­kanischer Seite im Bürger­krieg zu kämpfen.
Beim illegalen Übertritt über die tschecho­slowakische Grenze wird er im November 1937 festge­nommen. In Verhören macht er Angaben über deutsche Rüstungsbe­strebungen, insbesondere die Flugzeug­fabrikation. Er kehrt schließlich nach Deutschland zurück und findet Arbeit in den Heinkel-Werken.
Im Januar 1939 verlässt er seinen Arbeits­platz und geht nach Frank­reich. Wiederum wird er von einem Grenzposten festge­nommen und macht gegenüber dem französischen Nachrichten­dienst Aussagen über die Flugzeug­produktion in den Heinkel-Werken.
Staehely entschließt sich zum Eintritt in die französische Fremden­legion. Im Juli 1941 wird er den deutschen Behörden übergeben und am 1. März 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Landes­verrats in zwei Fällen” zum Tode verurteilt.
Er wird am 28. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerhard Staehely

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 4183

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gerhard Staehely, 1. März 1943

Bundesarchiv R 3017/15071

Stellungnahme der Staatspolizeileitstelle Breslau im Gnadenverfahren von Gerhard Staehely, 12. März 1943

Bundesarchiv R 3018/2983

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe gegen Gerhard Staehely, 28. April 1943

Bundesarchiv R 3018/2983

Sterbeurkunde von Gerhard Staehely vom 30. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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