Gerhard Staehely
Gerhard Staehely leistet zwischen April und Oktober 1937 Reichsarbeitsdienst. Da er anschließend seinen früheren Arbeitsplatz in den Junkers-Flugzeugwerken nicht wieder zugewiesen bekommt, entschließt er sich, nach Spanien zu gehen und dort auf republikanischer Seite im Bürgerkrieg zu kämpfen.
Beim illegalen Übertritt über die tschechoslowakische Grenze wird er im November 1937 festgenommen. In Verhören macht er Angaben über deutsche Rüstungsbe­strebungen, insbesondere die Flugzeugfabrikation. Er kehrt schließlich nach Deutschland zurück und findet Arbeit in den Heinkel-Werken.
Im Januar 1939 verlässt er seinen Arbeitsplatz und geht nach Frankreich. Wiederum wird er von einem Grenzposten festgenommen und macht gegenüber dem französischen Nachrichten­dienst Aussagen über die Flugzeug­produktion in den Heinkel-Werken.
Staehely entschließt sich zum Eintritt in die französische Fremdenlegion. Im Juli 1941 wird er den deutschen Behörden übergeben und am 1. März 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen „Landesverrats in zwei Fällen” zum Tode verurteilt.
Er wird am 28. April 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Gerhard Staehely
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 4183
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gerhard Staehely, 1. März 1943
Bundesarchiv R 3017/15071
Stellungnahme der Staatspolizeileitstelle Breslau im Gnadenverfahren von Gerhard Staehely, 12. März 1943
Bundesarchiv R 3018/2983
Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe gegen Gerhard Staehely, 28. April 1943
Bundesarchiv R 3018/2983
Sterbeurkunde von Gerhard Staehely vom 30. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























