Erich Stammer

21. September 1891, Dessau – 24. November 1942
Erich Stammer kommt 1906 an die Unter­offiziers­schule und nimmt ab 1914 zunächst bei einem Infanterie- und später bei einem Husaren­regiment an der West- und Ostfront am Ersten Welt­krieg teil. Er wird mehrmals verwundet. 1920 wird er aus dem Militärdienst entlassen und beginnt 1922 eine Ausbil­dung zum Grenz­beamten beim Zoll. 1931 wird er wegen seines schlechten Gesundheits­zustandes in den Ruhe­stand versetzt.
Nach vorübergehendem Aufenthalt in Danzig zieht er nach Berlin, betätigt sich dort als Kaufmann und schmuggelt Waren und Rausch­gift nach Polen. Über den Chemiker Walter Viela gerät Stammer in Kontakt mit dem polnischen Nachrichten­dienst, dem er Informa­tionen über Rüstungs­vorhaben liefert. Im Frühjahr 1933 tritt er dem „Stahl­helm“ bei und wird im Herbst 1934 in die SA übernommen. Seit 1937 ist er auch Mitglied der NSDAP.
Erich Stammer wird am 1. September 1942 vom 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ wegen „Verrats militä­rischer Geheimnisse“ zum Tode verurteilt und am 24. November 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Stammer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Erich Stammer vom 25. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück