Robert Stampa
Im April 1939 heiratet er die Schauspielerin Luise Mentges. Im gleichen Jahr muss er aufgrund seiner Weigerung, in die NSDAP einzutreten, seine Filmkarriere aufgeben, darf aber weiterhin auf Bühnen auftreten. 1932/33 Parteimitglied, wurde er wegen rückständiger Beitragszahlungen ausgeschlossen.
1941 wird er zur Wehrmacht eingezogen und kommt in eine Kraftfahrerkompanie in Osterode/Ostpreußen. Während eines Heimaturlaubs wird im März 1943 im Keller des Deutschen Theaters ein Gestapomann auf ihn aufmerksam, als Stampa vor Kollegen Witze über Hitler erzählt. Zwei Wochen später wird ein Brief Stampas an einen Bekannten abgefangen, in dem er sich über das NS-Regime und den Krieg auslässt.
Nach seiner Festnahme wird Robert Stampa im August 1943 vom „Sonder-Standgericht für die Wehrmacht” wegen „Wehrkraftzersetzung” zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Das Urteil wird von OKW-Chef Wilhelm Keitel aufgehoben und Stampa vom Berliner Gericht der Wehrmachtkommandantur am 8. Oktober 1943 zum Tode verurteilt. Robert Stampa wird am 29. Oktober 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Robert Stampa (Dorsay) mit Margit Symo auf dem Kinoplakat zu „Es geht um mein Leben”, 1936
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Robert Stampa vom 3. November 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





