Josef Staněk
Ab Herbst 1939 gehört Staněk der Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) an, einer geheimen Organisa­tion tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mitglieder versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Zu diesem Zweck werden von der ON unter anderem die im „Protektorat” verbliebenen Waffen und Sprengstoffe erfasst und politische sowie militärische Nachrichten gesammelt.
Josef Staněk wird mit dem Aufbau des Bezirks Theresienstadt betraut, in dem er weitere Männer für die ON anwerben und ein Bataillon aufbauen soll, später wird ihm auch noch das Kommando über den Bezirk Raudnitz über­tragen.
Er wird im März 1940 festgenommen, zusammen mit vier weiteren ON-Angehörigen am 27. Januar 1943 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 7. Septem­ber 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Staněk und weitere Personen vom 27. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-211-7
Sterbeurkunde von Josef Staněk vom 10. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Fernschreiben des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” zur Vollstreckung der Urteile gegen Josef Staněk und weiterer Verurteilter vom 14. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-211-13
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019






































