Jan Starczewski

20. Juni 1909, Kalisch (Kalisz) – 1. Juli 1943
Jan Starczewski wird am 20. Juni 1909 in Kalisch geboren.
Der Schuh­macher gerät als Angehöriger der polnischen Streitkräfte im September 1939 in deutsche Kriegsge­fangenschaft aus der er nur entlassen wird, weil er sich verpflichtet, als Landarbeiter in Deutsch­land zu arbeiten. Gemeinsam mit anderen polnischen Kriegs­gefangenen kommt er nach Baden und muss auf einem Bauernhof in Unter­eggingen arbeiten.
Starczewski und andere polni­sche Zwangs­arbeiter beab­sichtigen, in die nahe gelegene Schweiz zu flie­hen und sich dort der polni­schen Legion zur Verfügung zu stellen. In der Nacht zum 14. April 1942 be­ginnen sie ihre Flucht, gelangen aber wegen des in diesem Gebiet komplizierten Grenzverlaufs wie­der auf deutsches Territorium, wo sie umgehend festge­nommen werden.
Jan Starczewski wird am 28. April 1943 vom „Volksge­richtshof” gemeinsam mit Eugen Grabski, Alexan­der Rachoń und Mieczysław Wilczek wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 1. Juli 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jan Starczewski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Nr. 4198

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Eugen Grabski, Alexander Rachoń , Jan Starczewski und Mieczysław Wilczek vom 28. April 1943

Bundesarchiv R 3017/10173

Mitteilung zur Vollstreckung der Todesstrafe an Eugen Grabski, Alexander Rachoń, Jan Starczewski und Mieczysław Wilczek vom 5. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/10173

Sterbeurkunde von Jan Starczewski vom 3. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück