Jan Starczewski
Der Schuhmacher gerät als Angehöriger der polnischen Streitkräfte im September 1939 in deutsche Kriegsge­fangenschaft aus der er nur entlassen wird, weil er sich verpflichtet, als Landarbeiter in Deutschland zu arbeiten. Gemeinsam mit anderen polnischen Kriegsgefangenen kommt er nach Baden und muss auf einem Bauernhof in Untereggingen arbeiten.
Starczewski und andere polni­sche Zwangsarbeiter beab­sichtigen, in die nahe gelegene Schweiz zu fliehen und sich dort der polni­schen Legion zur Verfügung zu stellen. In der Nacht zum 14. April 1942 beginnen sie ihre Flucht, gelangen aber wegen des in diesem Gebiet komplizierten Grenzverlaufs wieder auf deutsches Territorium, wo sie umgehend festgenommen werden.
Jan Starczewski wird am 28. April 1943 vom „Volksge­richtshof” gemeinsam mit Eugen Grabski, Alexander Rachoń und Mieczysław Wilczek wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 1. Juli 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jan Starczewski
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Nr. 4198
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Eugen Grabski, Alexander Rachoń , Jan Starczewski und Mieczysław Wilczek vom 28. April 1943
Bundesarchiv R 3017/10173
Mitteilung zur Vollstreckung der Todesstrafe an Eugen Grabski, Alexander Rachoń, Jan Starczewski und Mieczysław Wilczek vom 5. Juli 1943
Bundesarchiv R 3017/10173
Sterbeurkunde von Jan Starczewski vom 3. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung













