Zdeněk Štarman

6. September 1920, Shorsch (Zhoř) – 8. September 1943
Zdeněk Štarman

Erkennungsdienstliche Aufnahme der Gestapo von Zdeněk Štarman

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-14

Zdeněk Štarman wird am 6. September 1920 in Shorsch geboren und besucht nach dem Schulabschluss die Landesgewerbeschule. Seit Herbst 1939 arbeitet er als Maschinenschlosser bei den Škodawerken in Adamsthal, wo er an der Herstellung von Hülsen für Panzer- und Flakgranaten beteiligt ist.
Im April 1941 berichtet ihm sein Bekannter Václav Dědek, dass er vom sowjetischen Generalkonsulat in Prag mit der Ausspähung von Rüstungsbetrieben beauftragt ist. Štarman erklärt sich bereit, für Dědek Zeichnungen und Munitionsbestandteile aus seinem Betrieb zu beschaffen. Zusammen mit seinem Kollegen Ladislav Voleský gibt er Informationen über den Umfang der Erzeugung und die Stärke der Belegschaft in den Škodawerken weiter und entwendet eine Hülse, die er Dědek übergibt.
Zdeněk Štarman, Ladislav Voleský, Václav Dědek und weitere in den Fall verwickelte Männer werden fest­genommen und vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” am 6. Mai 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle acht zum Tode Verurteilten werden während der sogenannten Blutnächte am 8. September 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Štarman vom 12. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-7

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Štarman vom 6. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-7

Gnadengesuch und Übersetzung des Gnadengesuchs von Zdeněk Štarman an den „Führer” vom 29. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-14

Sterbeurkunde von Zdeněk Štarman vom 16. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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