Wacław Stasiak

20. Juli 1887, Bogunice – 22. August 1942
Wacław Stasiak wird am 20. Juli 1887 in Bogunice gebo­ren. Der Bahn­beamte lebt im Kreis Borki, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
Im September 1941 flieht der sowjetische Kriegsgefan­gene Fiodor Asarow aus einem Eisen­bahntrans­port und versteckt sich etwa zwei Monate im polnischen Kreis Konin. Mehrere in der Gegend wohnende Landwirte und ihre Familien helfen dem Entflohenen. Im November 1941 wird Asarow aufgrund einer De­nunziation von einer deutschen Gendar­meriestreife aufgegriffen. Die Polizei verhaftet daraufhin mehrere polnische Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Wacław Stasiak. Er hat den flüch­tigen Kriegs­gefangenen mit einer Suppe verpflegt und wird deshalb beschuldigt, diesen bei seiner Flucht unter­stützt zu haben.
Wacław Stasiak wird am 27. Mai 1942 vom „Volksge­richtshof” wegen „Schädigung des Reichs­wohls in Ver­bindung mit landesver­räterischer Feind­begünstigung” zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wacław Stasiak

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Wacław Stasiak vom 13. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/49567

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Wacław Stasiak vom 27. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/49567

Niederschrift über den Vollzug der Todesstrafe, 22. August 1942

Bundesarchiv R 3017/49567

Sterbeurkunde von Wacław Stasiak vom 22. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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