Wacław Stasiak
Im September 1941 flieht der sowjetische Kriegsgefan­gene Fiodor Asarow aus einem Eisenbahntransport und versteckt sich etwa zwei Monate im polnischen Kreis Konin. Mehrere in der Gegend wohnende Landwirte und ihre Familien helfen dem Entflohenen. Im November 1941 wird Asarow aufgrund einer Denunziation von einer deutschen Gendarmeriestreife aufgegriffen. Die Polizei verhaftet daraufhin mehrere polnische Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Wacław Stasiak. Er hat den flüch­tigen Kriegsgefangenen mit einer Suppe verpflegt und wird deshalb beschuldigt, diesen bei seiner Flucht unter­stützt zu haben.
Wacław Stasiak wird am 27. Mai 1942 vom „Volksge­richtshof” wegen „Schädigung des Reichswohls in Ver­bindung mit landesverräterischer Feind­begünstigung” zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Wacław Stasiak
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Wacław Stasiak vom 13. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/49567
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Wacław Stasiak vom 27. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/49567
Niederschrift über den Vollzug der Todesstrafe, 22. August 1942
Bundesarchiv R 3017/49567
Sterbeurkunde von Wacław Stasiak vom 22. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















