Richard Šteffan
Im August 1936 lässt er sich von einem Bekannten in Ziegenhals/Oberschlesien (Głuchołazy) für den deutschen Nachrichtendienst anwerben, beschließt aber bereits auf der Rückfahrt, die Aufträge nicht auszuführen und zeigt den Bekannten bei einem ihm bekannten tschechischen Polizeiinspektor an, um die eigene Straffreiheit wiederherzustellen. Der Fahrlehrer Hans Tögel wird vom tschechischen Kreisgericht in Brno 1937 zu 10 Jahren Kerker verurteilt, Richard Šteffan tritt im Prozess als Zeuge auf.
Nach der Annexion der Sudeten und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Richard Šteffan am 1. April 1939 festgenommen und am 6. März 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Richard Šteffan
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Richard Šteffan vom 6. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-78-8
Brief von Richard Šteffan an seine Lebensgefährtin vom 9. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-78-8
Sterbeurkunde von Richard Šteffan vom 17. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung













