Kurt Steffelbauer

16. Februar 1890, Görlitz – 21. Mai 1942
Kurt Steffelbauer

Kurt Steffelbauer

Bundesarchiv

Nach einem Lehramts­studium unterrichtet Kurt Steffelbauer an Schulen im Landkreis Görlitz. Er nimmt am Ersten Weltkrieg teil, wird jedoch 1915 schwer verwundet und aus dem Militär­dienst entlassen. 1917/18 arbeitet er als Lehrer in einem evangelischen Waisenhaus in Beirut. Nach Kriegsende bekommt er eine Anstellung bei der Deutschen Demo­kratischen Partei, der er von 1918 bis 1920 angehört. 1924 schließt er sich der KPD an und ist bis 1926 als Sekretär im Deutschen Eisen­bahner-Verband angestellt. Schließlich unterrichtet Steffelbauer wieder als Lehrer in Berlin-Wedding.
Wegen seiner Mitgliedschaft in der KPD, seines aktiven Engagements in der Lehrer­gewerkschaft und der Berliner Interessen­gemeinschaft oppositioneller Lehrer wird er im Februar 1933 von den National­sozialisten aus dem Schuldienst entlassen, im Herbst desselben Jahres jedoch wieder eingestellt.
Steffelbauers Wohnung dient nach 1933 als Anlaufstelle für Kuriere der KPD. Er unterstützt den Aufbau von Betriebs­zellen in den Berliner Siemens­werken und leitet seit dem Frühsommer 1934 illegale Gruppen, in denen entlassene und noch im Schuldienst befindliche Lehrer mitarbeiten. Seine Wider­stands­kontakte reichen nach Hamburg, Magdeburg, Bielefeld, Sachsen und Bayern.
Nachdem der Gestapo Flugblätter und Schriften aus diesem Kreis in die Hände gefallen sind, wird Steffelbauer am 28. Mai 1941 festgenom­men und am 10. Januar 1942 vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt. Er wird am 21. Mai 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kurt Steffelbauer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Steffelbauer, Arthur Emmerlich und Alfred Grünberg, 13. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Steffelbauer, Arthur Emmerlich und Alfred Grünberg, 10. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/2026

Bekanntmachung der Hinrichtung von Arthur Emmerlich, Kurt Steffelbauer und Alfred Grünberg, 21. Mai 1942

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Kurt Steffelbauer vom 21. Mai 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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