Josef Steidle

24. Februar 1908, St. Georgen – 20. Juni 1938
Josef Steidle

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Steidle, 1935

Bundesarchiv R 3017/28892

Josef Steidle nimmt nach dem Schulbesuch eine Lehre als Bootsbauer auf. 1930 tritt er in die KPD ein, wird Stadt­teilkassierer und arbeitet später im Abwehrapparat der Partei. Er reist Anfang 1932 zu einem Lehrgang an der Schule der Komintern in die Sowjetunion und wird anschließend im August 1932 Organisationsleiter des Anti­militärischen Apparats der KPD in Württemberg.
Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten geht er in die Illegalität. Josef Steidle wird am 14. Juni 1933 in „Schutzhaft“ genommen. Nach seiner Entlassung Ende 1933 übernimmt er im Frühjahr 1934 die Leitung des Nachrichtenapparates der KPD in Württemberg. Er arbeitet eng mit Stefan Lovász, Artur Göritz und Liselotte Herrmann bei der Beschaffung und Weiterleitung ge­heimer Rüstungspläne zusammen.
Josef Steidle wird am 7. Dezember 1935 festgenommen und vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 12. Juni 1937 zum Tode verurteilt. Er wird am 20. Juni 1938 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Steidle

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stefan Lovász, Alfred Grözinger, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Herrmann, 12. Juni 1937

Bundesarchiv R 3017/28895

Anordnung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Artur Göritz, Josef Steidle, Liselotte Herrmann und Stefan Lovász, 15. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/28895

Protokoll der Vollstreckung der Todesurteile gegen Stefan Lovász, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Hermann, 20. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/28895

Bekanntmachung der Hinrichtung von Stefan Lovász, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Herrmann, 20. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/28895

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