Karl Stein

30. Dezember 1902, Dresden – 5. Juni 1942
Karl Stein

Erkennungsdienstliches Foto von Karl Stein

Bundesarchiv R 3017/35073

Der Sohn eines Bildhauers absolviert eine kaufmännische Ausbildung. Er wird 1923 in Dresden Mitglied der KPD und engagiert sich im Roten Front­kämpfer­bund ab 1926 als Jungfront-Gauleiter im Bezirk Ostsachsen. Als er aus den Freien Gewerk­schaften wegen kommunistischer Betätigung ausgeschlossen wird, schließt er sich der Revolutionären Gewerkschafts­opposition (RGO) an.
Karl Stein wird im Juni 1933 festgenommen und am 3. Mai 1934 vom Oberlandes­gericht Dresden zu einer einjährigen Gefängnis­strafe verurteilt. Nach seiner Haft­entlassung setzt er die illegale Arbeit gegen das NS-Regime fort und versucht die kommunis­tischen Strukturen in Dresden wieder aufzubauen.
Mit Fritz und Eva Schulze und Albert Hensel gelingt es Karl Stein frühere Kommunisten und Sozial­demokraten für regelmäßige politische Aussprachen zu gewinnen. Er nimmt zudem an Treffen mit Funktionären der illegalen KPD in Prag teil. Am 21. Januar 1941 nimmt die Gestapo Karl Stein an seinem Arbeits­platz fest. Unter dem Druck der Verhöre unternimmt er am 28. Januar 1941 einen Selbstmord­versuch.
Karl Stein wird am 13. März 1942 gemeinsam mit Fritz Schulze und Albert Hensel vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 5. Juni 1942 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Stein

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 2. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3018/1718

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 13. März 1942

Bundesarchiv R 3018/1718

Sterbeurkunde von Karl Stein vom 5. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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