Engelbert Steiner
Am 11. April 1942 wird Engelbert Steiner erneut festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, ausländische Sender abgehört sowie „kommunistische Mundpro­paganda getrieben” zu haben. So soll er sich gegenüber einem jüngeren Kollegen abfällig über den National­sozialismus geäußert, zur Sabotage aufgerufen und einen baldigen kommunistischen Umsturz oder eine bevor­stehende Befreiung durch sowjetischen Truppen voraus­gesagt haben.
Engelbert Steiner wird am 20. Juli 1943 vom 6. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „landesverräterischer Begüns­tigung des Feindes in Verbindung mit Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird während der sogenannten Blutnächte am 8. September 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Engelbert Steiner
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift gegen Engelbert Steiner vom 13. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/35087
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Engelbert Steiner vom 20. Juli 1943
Bundesarchiv R 3017/35087
Sterbeurkunde von Engelbert Steiner vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019































