Rudolf Steininger

9. April 1894, Marbach im Felde (Rastenfeld) – 15. Dezember 1939
Rudolf Steininger lebt mit seiner Ehefrau Barbara in Wien. Er gehört der Glaubens­gemeinschaft der Zeugen Jeho­vas an und verweigert, als er nach dem deutschen Über­fall auf Polen zur Wehr­macht einberufen wird, aus reli­giösen Gründen den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler.
Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft ge­tretenen „Kriegs­sonder­strafrechts­ver­ordnung” wird die Ver­wei­gerung des Wehr­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Rudolf Steininger wird in Haft genommen und am 22. September 1939 vom Ober­reichs­kriegsanwalt ange­klagt. Er wird am 15. November vom Reichskriegs­gericht zum Tode verurteilt und einen Monat später im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Steininger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Rudolf Steininger vom 15. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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