Erwin Stelter

4. Januar 1919, Spandau – 16. Dezember 1943
Erwin Stelter arbeitet nach der Volks­schule auf einem Garten­grund­stück seines Vaters und wird für ein halbes Jahr im Erziehungs­heim Struveshof unter­gebracht. Zuletzt ist er als Hilfs­arbeiter bei der Auto Union AG tätig, muss die Stelle jedoch Ende 1939 wegen Terpentin­krätze aufgeben. Wegen Unter­schlagung verbüßt er 1939 erstmals eine drei­monatige Haft­strafe.
Am 19. Dezember 1939 beginnt er beim Post­amt Berlin-Schöne­berg im Sortier­dienst zu arbeiten und nimmt kurz vor Weih­nachten zwei Feldpost­päckchen an sich. Zudem verkauft er einen Brilliant­ring, den er sich von einer Bekannten ausge­liehen hatte.
Das Sonder­gericht I verurteilt Erwin Stelter zunächst am 8. November 1943 wegen Unter­schlagung zu vier Jahren Zucht­haus, dann jedoch nach einer Nichtig­keits­beschwerde am 13. Dezember zum Tode. Erwin Stelter wird drei Tage später im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Sterbeurkunde von Erwin Stelter vom 17. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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