Frieda Stentzel

3. November 1905, Stettin (Szczecin) – 20. Oktober 1944
Frieda Stentzel, geborene Zimmermann, lebt im November 1943 mit ihrem Mann und ihrem Kind in Berlin-Charlottenburg, wo sie eine Hauswartstelle innehat. Nach einem Bombenangriff am 22. November 1943, bei dem ihr Wohnhaus getroffen wird, kommt sie mit ihrem Mann und ihren Nachbarinnen Maria Altermann und Hildegard Heuschkel bei der Mutter von Heuschkel unter.
Nach einem weiteren Bombenangriff finden Altermann und Stentzel am Morgen des 25. November vor einem benachbarten Grundstück einige Gepäckstücke, die sie an sich nehmen.
Frieda Stentzel wird am 2. September 1944 fest­genommen. Ihr wird vorgeworfen, aus den Gepäck­stücken mehrere Zigaretten sowie weitere Gegenstände entnommen zu haben. Bereits im Mai 1944 ist auch Maria Altermann in Haft genommen worden.
Beide Frauen werden am 2. Oktober 1944 vom Sondergericht I beim Landgericht Berlin wegen „Plünderns” zum Tode verurteilt. Nachdem ihr Gnadengesuch abgelehnt worden ist, wird Frieda Stentzel am 20. Oktober 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Frieda Stentzel aus dem Frauengefängnis Barnimstraße

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1678/5

Haftbefehl für Frieda Stentzel, 2. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1678

Tenor des Todesurteils gegen Maria Altermann und Frieda Stentzel, 2. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1678/5

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Maria Altermann und Frieda Stentzel, 12. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1678/5

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