Miloslav Štěpnička
Im Juli 1940 wird Štěpnička von einem langjährigen Be­kannten, der für ein sowjetisches Spionagenetzwerk arbeitet, gebeten, unter anderem Auskunft darüber zu geben, wieviel Arbeiter in seinem Betrieb beschäftigt sind, wieviel Kohle gefördert wird und wie groß die Kohlevorräte sind.
Im Oktober 1940 entwendet er aus der Verwaltungs­kanzlei seines Betriebs eine ältere Karte, die einen Über­blick über das Kohlevorkommen des Kohlereviers Mäh­risch-Ostrau-Karwin gibt. Im Januar 1941 werden in sei­ner Wohnung zwei Funkgeräte versteckt, mit denen sein Bekannter versucht, eine Verbindung zu einer sowjeti­schen Funkstation aufzubauen.
Miloslav Štěpnička wird am 7. März 1941 festgenommen und zusammen mit anderen Angeklagten am 22. Mai 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. November 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Miloslav Štěpnička
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Štěpnička und weitere Angeklagte vom 22. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/19214
Gnadengesuch und Übersetzung des Gnadengesuchs von Miloslav Štěpnička vom 28. Mai 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-11
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile von Miloslav Štěpnička und weiteren Verurteilten
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-12
Sterbeurkunde von Miloslav Štěpnička vom 17. November 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










































































