Miloslav Štěpnička

21. März 1910, Podvihov – 16. November 1942
Miloslav Štěpnička wird am 21. März 1910 in Podvihov geboren und dient zwischen 1931 und 1933 bei einem tschecho­slowa­kischen Flieger­regiment. Bis 1938 gehört er dem patriotisch geprägten tsche­chischen Turner­bund Sokol an, zum Zeitpunkt seiner Festnahme arbeitet er als Maschinen­meister im Michael-Schacht in Michal­kowitz.
Im Juli 1940 wird Štěpnička von einem langjährigen Be­kannten, der für ein sowjetisches Spionage­netzwerk arbeitet, gebeten, unter anderem Auskunft darüber zu geben, wieviel Arbeiter in seinem Betrieb beschäftigt sind, wieviel Kohle gefördert wird und wie groß die Kohle­vorräte sind.
Im Oktober 1940 entwendet er aus der Ver­waltungs­kanzlei seines Betriebs eine ältere Karte, die einen Über­blick über das Kohle­vorkommen des Kohle­reviers Mäh­risch-Ostrau-Karwin gibt. Im Januar 1941 werden in sei­ner Wohnung zwei Funk­geräte versteckt, mit denen sein Bekannter versucht, eine Verbin­dung zu einer sowjeti­schen Funk­station aufzubauen.
Miloslav Štěpnička wird am 7. März 1941 festge­nommen und zusammen mit anderen Angeklagten am 22. Mai 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” und „Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. November 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Miloslav Štěpnička

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Štěpnička und weitere Angeklagte vom 22. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/19214

Gnadengesuch und Übersetzung des Gnadengesuchs von Miloslav Štěpnička vom 28. Mai 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-11

Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile von Miloslav Štěpnička und wei­teren Verurteilten

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-12

Sterbeurkunde von Miloslav Štěpnička vom 17. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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