Ilse Stöbe

17. Mai 1911, Berlin – 22. Dezember 1942
Ilse Stöbe

Ilse Stöbe um 1940

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Ilse Stöbe absolviert eine Ausbildung als Sekretärin und Steno­typistin. Ihre Intelligenz fällt dem Chef­redakteur des „Berliner Tageblatt” Theodor Wolff auf, dessen Sekretärin sie wird und der ihr Bemühen um eigene journalis­tische Arbeiten fördert.
Ilse Stöbe freundet sich mit dem Redakteur Rudolf Herrnstadt an, der 1931 Mitglied der KPD wird und für den Nach­richtendienst der Roten Armee arbeitet. Herrnstadt bezieht sie in die Arbeit für den sowje­tischen Geheim­dienst ein. In den 1930er Jahren arbeitet sie in Warschau unter anderem als Vertreterin für Schweizer Zeitungen. Hier begegnet sie dem Diplomaten Rudolf von Scheliha, zu dem sie ein enges Vertrau­ens­verhältnis aufbaut.
Im Herbst 1939 kehrt sie nach Berlin zurück und beginnt in der Informations­abteilung des Auswärtigen Amtes zu arbeiten, wo sie Scheliha wiedertrifft. Hier begegnet sie auch dem Journalisten Carl Helfrich, mit dem sie später zusammenlebt.
Vergeblich warnt sie unter dem Decknamen „Alta” im Frühjahr 1941 vor dem drohenden Überfall auf die Sowjetunion.
Ilse Stöbe wird am 12. September 1942 als vermeint­liches Mitglied der Roten Kapelle festge­nommen, am 14. Dezember vom 2. Senat des Reichs­kriegs­gerichts zum Tode verurteilt und am 22. Dezember 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Sterbeurkunde von Ilse Stöbe, 23. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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