Klara Stoffels

7. Dezember 1904, Wiesdorf – 11. August 1944
Klara Stoffels

Klara Stoffels

Jehovas Zeugen, Archiv Zentraleuropa

Klara Wichert arbeitet nach dem Besuch der Volksschule in der Hauswirtschaft und schließt sich schon früh der Glaubensgemeinschaft der Ernsten Bibelforscher (seit 1931 Zeugen Jehovas) an. Sie heiratet den Arbeiter Friedrich Stoffels, der ebenfalls der Gemeinschaft ange­hört und mit dem sie in Oberhausen lebt. Auch nach dem Verbot der Zeugen Jehovas 1933 halten viele Mit­glieder an ihrer Glaubens­überzeugung fest und setzen ihre Missionstätigkeit fort.
Das Ehepaar beteiligt sich an der Verbreitung von illegalen religiösen Schriften der Zeugen Jehovas. Nachdem am 30. März 1943 bei einer groß angelegten Razzia 85 verbotene Publikationen bei der Zeugin Jehovas Auguste Hetkamp in Oberhausen sichergestellt worden sind, werden auch Klara und Friedrich Stoffels festgenommen. Sie werden am 2. Juni 1944 vom „Volks­gerichtshof” gemeinsam mit sechs weiteren Mitgliedern der Gruppe zum Tode verurteilt.
Klara Stoffels und Auguste Hetkamp werden am 11. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Die Männer der Gruppe werden in Brandenburg-Görden hingerichtet.

Dokumente

Anklageschrift gegen Auguste Hetkamp, Klara und Friedrich Stoffels und sechs weitere Zeugen Jehovas, 26. Februar 1944

Bundesarchiv R 3017/31171

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Auguste Hetkamp, Julius Engelhardt, Klara und Friedrich Stoffels und fünf weitere Zeugen Jehovas, 2. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/31169

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