Max Stoye

28. Februar 1913, Berlin – 20. Mai 1943
Max Stoye

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Max Stoye, 1942

Bundesarchiv R 3018/1760

Der Arbeiter Max Stoye tritt 1929 in den Kommunis­tischen Jugend­verband Deutschlands (KJVD) ein und übernimmt ab 1931 verschiedene ehren­amtliche Funk­tionen im Bezirk Berlin. Ab November 1932 absolviert er einen Lehr­gang an der Jugend­abteilung der Inter­nati­onalen Leninschule der Komintern in Moskau.
Ende 1933 kehrt er nach Deutschland zurück. Stoye übernimmt im April 1934 die Funktion des Organisations­leiters für den KJVD im Bezirk Ruhr und organisiert den Widerstand gegen das NS-Regime. Als die Gestapo zahl­reiche Mitglieder des illegalen KJVD festnimmt, flieht er Ende 1934 nach Amsterdam. 1935 wird er von der nieder­ländischen Polizei festgenommen und nach Belgien ausgewiesen.
In Antwerpen arbeitet Max Stoye für die Rote Hilfe, wird jedoch erneut festge­nommen und geht nach kurzer Haft in die Illegalität. Er wird Leiter der Freien Deutschen Jugend in Belgien. Bei Kriegs­ausbruch wird er als feindlicher Ausländer von den belgischen Behörden interniert und in das Lager St. Cyprien nach Südfrank­reich gebracht.
Im Sommer 1940 gelingt ihm die Flucht. Er erhält den Auftrag, mit falschen Papieren nach Belgien zurück­zukehren und organisiert in Brüssel ab November 1940 mit Hermann Geisen, Kurt Garbarini und Herbert Neubeck Wider­standsaktivitäten gegen das national­sozialistische Besatzungsregime.
Max Stoye wird im August 1941 festgenommen und am 9. März 1943 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs“ zum Tode verurteilt. Er wird am 20. Mai 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Max Stoye, 9. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1760

Ablehnung eines Gnadenerweises für Max Stoye, 7. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1760

Protokoll der Verkündung der bevorstehenden Vollstreckung des Todesurteils gegen Max Stoye, 20. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1760

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Max Stoye, 20. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1760

Mitteilung über die Hinrichtung von Max Stoye, 20. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1760

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