Ondřej Straka

10. Mai 1907, Rosvadec (Rozvazde) – 8. September 1943
Ondřej Straka wird am 10. Mai 1907 in Rozvazde gebo­ren, ist in der „Gewerk­schaft der Textilarbeiter” organi­siert und zuletzt als Kraftfahrer in Brünn beschäftigt.
Er wird 1940 für die seit 1938 verbotene Kommunistische Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Čes­ko­slovenska, kurz: KSČ) geworben und zahlt Mitglieds­beiträge für die Unterstützung von Familien Inhaftierter. Im Herbst 1942 versteckt er einen flüchtigen KSČ-Funk­tionär bei sich und erhält von ihm eine Pistole zur Auf­bewahrung.
Er wird Anfang Februar 1943 festge­nommen, vom 1. Se­nat des „Volksge­richtshofs” am 3. September 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Auszug aus der Gefangenenakte von Ondřej Straka

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 4278

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Ondřej Straka und weitere Personen vom 22. Juli 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 364

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ondřej Straka und weitere Personen vom 3. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 364

Sterbeurkunde von Ondřej Straka vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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