Heinz Strelow
Er wird im Oktober 1935 wegen Betätigung für den illegalen KJVD festgenommen und bleibt bis Ende November ohne Prozess in „Schutzhaft” in Hamburg-Fuhlsbüttel. Strelow wird im Frühjahr 1939 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und mit einer Baukompanie in Polen eingesetzt, wo er den Beginn des Zweiten Weltkrieges erlebt.
Durch Intervention seiner Mutter kommt Strelow nach Hamburg zurück, heiratet 1940 Liselotte Rüggen und leistet weiter seinen Militärdienst ab.
Im April 1941 wird er zur Heeresabnahmestelle für das Beschusswesen nach Berlin-Wannsee versetzt und arbeitet dort zuletzt als Unteroffizier. In Berlin wohnt er bei Familie Bontjes van Beek. Hier freundet er sich mit der Tochter Cato an und bezieht mit ihr später eine gemeinsame Wohnung. Beide haben Kontakt zu Harro Schulze-Boysen. Sie beteiligen sich mit anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe Rote Kapelle an der Herstellung der Flugschrift „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk” und arbeiten an der Herstellung weiterer Flugblätter.
Nach der Enttarnung der Roten Kapelle wird Heinz Strelow Anfang Oktober 1942 festgenommen, am 18. Januar 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 13. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Flugschrift der Roten Kapelle: „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk”, Februar 1942
Bundesarchiv R 58/4105
Feldurteil gegen Heinz Strelow, Fritz Thiel und andere, 18. Januar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA) III Nr. 525/42
Protokoll der Hinrichtung von Heinz Strelow, 13. Mai 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA) III Nr. 525/42
Sterbeurkunde von Heinz Strelow vom 14. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















































