Anton Streyczek

25. Februar 1899, Ratzersdorf/Gemeinde Wölbling – 22. Dezember 1939
Anton Streyczek

Anton Streyczek

Privatbesitz

Anton Streyczek wächst in ärmlichen Verhältnissen in St. Georgen am Steinfeld auf. Nach der Heirat lebt er mit seiner Frau Agnes in St. Pölten. Das Ehepaar schließt sich 1939 der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an.
Als Anton Streyczek nach Beginn des Zweiten Weltkrie­ges zum Militärdienst einberufen wird, ver­weigert er aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe. Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” gilt dieses als „Zer­setzung der Wehrkraft” und kann mit dem Tode bestraft werden. Anton Streyczek wird am 17. September festgenommen und nach Berlin überstellt. Am 3. Oktober 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen ihn.
Anton Streyczek wird vom Reichskriegsgericht in Berlin am 15. November zum Tode verurteilt und am 22. De­zember 1939 gemeinsam mit fünf weiteren Zeugen Jehovas, die den Dienst an der Waffe verweigert haben, im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Seine Frau Agnes wird am 12. Juni 1940 festgenommen und in die Konzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz verschleppt. Sie kann das Kriegsende über­leben.

Dokumente

Gefangenenkarte von Anton Streyczek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung über die Hinrichtung ihres Mannes an Agnes Streyczek, 22. Dezember 1939

Privatbesitz

Sterbeurkunde von Anton Streyczek vom 22. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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