Anton Streyczek
Als Anton Streyczek nach Beginn des Zweiten Weltkrie­ges zum Militärdienst einberufen wird, verweigert er aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe. Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” gilt dieses als „Zer­setzung der Wehrkraft” und kann mit dem Tode bestraft werden. Anton Streyczek wird am 17. September festgenommen und nach Berlin überstellt. Am 3. Oktober 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen ihn.
Anton Streyczek wird vom Reichskriegsgericht in Berlin am 15. November zum Tode verurteilt und am 22. De­zember 1939 gemeinsam mit fünf weiteren Zeugen Jehovas, die den Dienst an der Waffe verweigert haben, im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Seine Frau Agnes wird am 12. Juni 1940 festgenommen und in die Konzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz verschleppt. Sie kann das Kriegsende über­leben.
Dokumente
Gefangenenkarte von Anton Streyczek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Mitteilung über die Hinrichtung ihres Mannes an Agnes Streyczek, 22. Dezember 1939
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Anton Streyczek vom 22. Dezember 1939
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







