Alois Štrobl
Er erklärt sich im Juli 1939 nach Rücksprache mit seinem früheren Regimentskommandeur zur Mitarbeit im Národ­ni Odboj (Nationaler Widerstand) bereit. Die geheime Widerstandsorganisation mit dem Ziel der Entfernung des „Protektorats” aus dem Deutschen Reich und der Wiedererrichtung des tschechoslowakischen Staates ruft in ihren Flugblättern unter anderem zur Sabotage und zum gewaltsamen Umsturz auf und versucht, eine mili­tärische Geheimorganisation aufzubauen.
Von Juli bis Dezember 1939 nimmt er an mehreren Be­sprechungen teil, welche die besonderen Aufgaben für die Angehörigen der Militärorganisation im Falle eines Abzugs der Deutschen aus dem „Protektorat” zum Inhalt haben. In der Stadt Semil sind zum Beispiel die Beset­zung eines deutschen Krankenhauses und einer deut­schen Fabrik, der Bau von Straßensperren und die In­schutzhaftnahme aller Deutschen geplant.
Alois Štrobl wird am 20. Mai 1940 festgenommen, am 28. Ok­tober 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 22. Februar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Haftbefehl des Ermittlungsrichters beim „Volksgerichtshof” gegen Alois Štrobl vom 7. Februar 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-18
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Štrobl, Josef Vaněk und Otakar Hofta vom 29. Mai 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Štrobl, Josef Vaněk und Otakar Hofta vom 28. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-20
Bekanntmachung der Hinrichtung von Alois Štrobl, Josef Vaněk und Otakar Hofta
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-9
Sterbeurkunde von Alois Štrobl vom 23. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




















































