Otto Struck

15. November 1907, Burg bei Magdeburg – 17. Mai 1943
Otto Struck wächst als Sohn eines Weiß­gerbers auf und verliert mit acht Jahren seine Mutter. Von seinem 15. bis 20. Lebens­jahr ist er in Fürsorge­erziehung. Nach der Volks­schule arbeitet er in der Land­wirtschaft und als unge­lernter Arbeiter, 1938 als Frei­williger beim Bau des Westwalls und ab 1939 in den Berliner Berko-Werken. Wegen Eigentums­delikten wird er zu mehreren Haft­strafen verurteilt.
1942 werden ihm Einbrüche in Luftschutz­keller und der Diebstahl von "dort untergestellter Habe von Volksgenossen" zur Last gelegt und er am 16. Oktober 1942 fest­ge­nommen.
Otto Struck, der verheiratet ist und eine zwölf­jährige Tochter hat, wird am 19. März 1943 vom Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin auf der Grundlage der „Volks­schäd­lings­verord­nung“ zum Tode verur­teilt und am 17. Mai 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Otto Struck

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 4258

Sterbeurkunde von Otto Struck vom 18. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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