Vilém Štrych

28. Juni 1903, Meseritschko (Meziříčko) – 13. Januar 1943
Vilém Štrych

Erkennungsdienstliches Foto von Vilém Štrych, 1941

Bundesarchiv R 3017/10726, Bd. I

Vilém Štrych wird am 28. Juni 1903 im mährischen Meseritschko geboren und tritt 1938 als Betriebs­zellen­kassierer in die kommu­nistische Gewerk­schafts­organi­sation „Industrie­verband der Chemie­arbeiter” ein, die im selben Jahr aufgelöst wird.
Der Fassbinder wird im Herbst 1939 für die Arbeit in der mittlerweile verbotenen Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) angeworben. Als Ge­biets­instrukteur im Prager Stadtteil Karolinen­thal hat er die Aufgabe, Verbin­dungen zwischen ver­schie­denen kommu­nistischen Zellen auf­rechtzu­erhalten und sowohl Informa­tionen über die po­litische Lage als auch Anweisungen zur organisa­tori­schen Partei­arbeit weiterzugeben. Außerdem sam­melt er Mit­glieds­beiträge ein, die vor allem der Unter­stützung von Angehörigen politischer Häftlinge dienen. Zwi­schen Herbst 1940 und April 1941 ist Štrych als Ge­bietsins­truk­teur auch für die Betreuung des Prager Stadt­teils Lieben zuständig, wo über 30 KSČ-Mitglieder in Zellen organi­siert sind.
Vilém Štrych wird am 18. August 1941 festge­nommen und am 23. September 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” und „Feindbe­günstigung” zum Tode ver­urteilt. Er wird am 13. Januar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Vilém Štrych

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vilém Štrych und weitere Angeklagte vom 23. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23

Bekanntmachung der Hinrichtung von Vilém Štrych und anderer zum Tode Verurteilter vom 13. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23

Sterbeurkunde von Vilém Štrych vom 14. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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