Josef Šubrt

8. Februar 1907, Lomnitz (Lomnice) – 11. Mai 1943
Josef Šubrt

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Šubrt, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-16

Josef Šubrt ist nach dem Besuch der Handels­akademie bei verschie­denen Firmen im In- und Ausland und zuletzt als Korres­pondent in einer Mu­nitions­fabrik in Prag ange­stellt. 1927/28 dient er in der Tsche­choslowaki­schen Armee und erreicht nach mehreren absol­vierten Militär­übun­gen 1938 den Rang eines Unter­leutnants.
Im Spätsommer 1939 wird Josef Šubrt von seinem Bekann­ten Antonín Gibiš für die im Entstehen begrif­fene Mili­tärorga­nisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) geworben. Diese vor­nehm­lich aus vorma­ligen Offizieren bestehende Organi­sation sucht eine Geheim­armee aufzubauen und plant den bewaff­neten Aufstand gegen die deutsche Besatzung.
Josef Šubrt wird einer der drei Zug­führer in der von Antonín Gibiš befeh­ligten Kompanie in Prag und ist unter anderem mit der Beschaffung von Munition befasst.
Nach seiner Fest­nahme am 6. April 1940 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Josef Šubrt mit Antonín Gibiš und vier weiteren beteilig­ten Männern am 5. Dezember 1942 zum Tode. Josef Šubrt wird am 11. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Šubrt

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-21

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Bobek und andere vom 5. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-2

Anordnung des Reichsjustizministers zur beschleunigten Urteilsvollstreckung gegen Antonín Šubrt und andere vom 22. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-21

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Josef Šubrt vom 11. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-21

Sterbeurkunde von Josef Šubrt vom 12. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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